Dissertationspreis Adlershof Vor

Verleihung Dissertationspreis Adlershof für 2017

Mittwoch, 14. Februar 2018 // 16.00 - 19.00

Humboldt-Universität zu Berlin, e.V., WISTA-MANAGEMENT GmbH

Rudower Chaussee 26, 12489 Berlin
Konferenzraum 0'119

Nanopartikel, Bio-Moleküle und Big Text – Informationssuche in allen Dimensionen beim Dissertationspreis in Berlin Adlershof
Wie können Nanopartikel genauer erforscht werden? Wie lassen sich Bio-Moleküle besser analysieren? Und wie können die wesentlichen Informationen aus unstrukturierten Textmengen herausgesucht werden?

Am 14. Februar 2018 berichten zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen und ein Nachwuchswissenschaftler in Berlin Adlershof von ihrer Suche nach besseren Methoden, die Welt zu analysieren und zu verstehen. Alle drei werden an diesem Tag in jeweils 15 Minuten das Thema ihrer Dissertation verständlich und eloquent dem Publikum und einer Jury vorstellen. Wem dies am besten gelingt, gewinnt den mit 3.000 € dotierten Dissertationspreis Adlershof. Dieser wird seit 2002 jährlich von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e.V. () und der WISTA-MANAGEMENT GMBH verliehen.

 

PROGRAMM

16: 00 Uhr Begrüßung

  • Prof. Dr. Peter A. Frensch, Vizepräsident für Forschung, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Ulrich Panne, Sprecher , Präsident Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ()

Moderation

Hardy Rudolf Schmitz

 

Kurzvorträge der Nominierten

16:15 Uhr
„Harte Schale, weicher Kern? Mit Röntgenstreuung Einblicke in das Innere von Nanopartikeln erhalten“

Der an der Technischen Universität Berlin promovierte Dr. Raul Garcia Diez führte seine Arbeiten im Labor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt am Synchrotron BESSY II durch.
Abstract: Nanopartikel eröffnen vielfältige Möglichkeiten und begründen neue Anwendungsfelder, wie z.B. im kontinuierlich wachsenden Bereich der Nanomedizin. Für effiziente medizinische Anwendungen ist es von entscheidender Bedeutung, die Nanopartikel genau zu charakterisieren. Dr. Raul Garcia Diez schlägt dafür in seiner Dissertation einen innovativen Ansatz vor, bei dem eine Glaskapillare mit einem Lösungsmitteldichtegradienten in den Experimenten verwendet wird. Anhand der Kontrastvariation in der Röntgenstreuung untersuchte er die Nanopartikel in einer realitätsnahen Umgebung. In seiner Dissertation stellt Dr. Garcia Diez nun vor, wie die dimensionalen Eigenschaften der Nanopartikel genau bestimmt und in kurzer Zeit umfangreiche Datensätze gesammelt werden können.

 

16:45 Uhr
„Plasmonic nanostructures ‚shining‘ new light on biosensing“

Ebenfalls an der Technischen Universität promovierte Dr. Dimitra Gkogkou. Sie arbeitete für ihre Promotion in den Laboren des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften und im Rahmen der School of Analytical Sciences Adlershof.
Abstract: „Biosensing“ zielt darauf hinaus, Bio-Moleküle zu erkennen und ihre Geheimnisse zu entschlüsseln. Schwingungsspektroskopie liefert den Fingerabdruck eines Moleküls und Plasmonenverstärkung verbessert die Nachweisgrenze. Jedoch gibt es wenige effektive Möglichkeiten, kombinierte Messungen von Schwingungsspetroskopie (Raman-Streuung und Infrarot-Absorption) durchzuführen. Dr. Dimitra Gkogkou beschäftigte sich in ihrer Dissertation mit der Optimierung optischer Eigenschaften metallischer Nanostrukturen, um gleichzeitige Messungen verschiedener spektroskopischer Schwingungen durchzuführen. Es wurde eine „Plattform“ geschaffen, um das molekulare Signal zu verstärken und die vielfältigen, komplexen Informationen zu sammeln. Diese „Plattform“ wird im analytischen Bereich für die Erkennung und Analyse von Bio-Molekülen nützlich sein.

 

17:15 Uhr
„Big Text Analytics: Von der Suche nach der Nadel im Heuhaufen“
Dr. Astrid Rheinländer
fertigte ihre Dissertation am Institut für Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin in der Forschergruppe „Stratosphere – Information Management on the Cloud“ an.
Abstract: Dr. Astrid Rheinländer untersuchte in ihrer Dissertation, wie riesige Mengen unstrukturierter Textdokumente effizient verarbeitet und mit linguistischen und statistischen Verfahren umfassend analysiert werden können. Dabei zeigte sie, wie mithilfe von Parallelverarbeitung und Datenflussoptimierung Muster und Strukturen automatisch erkannt und der Kerninhalt der Texte schnell erfasst werden können. Mit dem von ihr entwickelten System für „Big Text Analytics“ ist es beispielsweise möglich, biomedizinische Fragestellungen zu beantworten.

 

(Jurysitzung mit anschließender Preisverleihung)

ca. 18:00 Uhr: Preisverleihung

 

 

Kontakt:

Dr. Peter Strunk
WISTA-MANAGEMENT GMBH
Tel: 030 6392-2225
strunk@wista.de

Johanna Hartmann
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel: 030 2093-5475
johanna.hartmann.1@uv.hu-berlin.de

Weitere Informationen:www.adlershof.de/dissertationspreis

igafa@igafa.de

www.adlershof.de/dissertationspreis

Impressionen vom Dissertationspreis für 2017

Bisherige Preisträger:

2017 Dr. Raul Garcia Diez, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Technische Universität Berlin
2016 Dr. Franziska Fischer, Institut für Chemie der HU, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
2015 Dr. Jan Ferenc Kischkat, Institut für Physik der HU und Dr. Neysha Lobo-Ploch, Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
2014 Dr. Markus Krutzik, Institut für Physik, HU                  
2013 Dr. Martin Hempel, Max-Born-Institut / HU
2012 Dr. Charlotte Giesen, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung / HU
2011 Dr. Michael Högele, Institut für Mathematik, HU
2010 Dr. Michael Barth, Institut für Physik, HU
2009 Dr. Robert Gaschler, Institut für Psychologie, HU
2008 Dr. Emad Flear Aziz, Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
2007 Dr. Stefan Roggan, Institut für Chemie, HU
2006 Dr. Guido Dornhege, Fraunhofer FIRST
2005 Dr. Stefan Ankirchner, Institut für Mathematik, HU
2004 Dr. Roland Mitric, Institut für Chemie, HU
2003 Dr. Christoph Böhme, Hahn-Meitner-Institut
2002 Dr. Peter Portius, Institut für Chemie, HU

Hochschullehrer/innen reichen ihre Vorschläge für den Dissertationspreis Adlershof bitte jeweils zum 1. November formlos mit entsprechender Begründung beim Wissenschaftsbüro der IGAFA e. V., Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin, ein. Berücksichtigt werden jeweils Dissertationen aus den vergangenen 18 Monaten. Die Antragstellung sollte eine aussagefähige Bewertung der Arbeit beinhalten, die ihre Preiswürdigkeit hervorhebt.


Richtlinien Dissertationspreis Adlershof


Weitere Informationen:
Petra Franz
Referentin für Adlershof beim Vizepräsidenten für Forschung
Tel.:    (030) 2093-1437
E-Mail: petra.franz@uv.hu-berlin.de

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